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Montag, 23. April 2018

Gemeindeverwaltung geschlossen

Die Gemeindeverwaltung ist am Freitag, 1. Juni 2018 ganztägig geschlossen.


Bekanntmachung über den  Beschluss zur 3. Änderung und öffentlichen Auslegung des Bebauungsplans mit integriertem Grünordnungsplan „Gewerbegebiet Nußdorfer Straße“

 

Der Gemeinderat hat am 20.02.2018 beschlossen, für den Bereich des Grundstückes Fl.Nr. 172/1 der Gemarkung Flintsbach a.Inn den Bebauungsplan zu ändern. Das Grundstück liegt an der Hochriesstraße zwischen den Gebäuden Hochriesstr. 3 und Hochriesstr. 7. Die Grundzüge der Planung werden durch die Änderung nicht berührt. Aus diesem Grund wird die Änderung des Bebauungsplans im vereinfachten Verfahren nach § 13 BauGB durchgeführt. Es wird darauf hingewiesen, dass von einer Umweltprüfung abgesehen wird (§ 13 Abs. 2 Satz BauGB).

Die Änderungsplanung mit Begründung wird in der Zeit vom

02. Mai bis 01. Juni 2018

im Rathaus, Kirchstraße 9, 1. Obergeschoss, Zimmer 15 öffentlich ausgelegt.

Während der Auslegungsfrist können Stellungnahmen (schriftlich oder zur Niederschrift) abgegeben werden. Es wird darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über die Bebauungsplanänderung unberücksichtigt bleiben können. Ferner wird darauf hingewiesen, dass ein Antrag auf Normenkontrolle nach § 47 VwGO unzulässig ist, soweit mit ihm Einwendungen geltend gemacht werden, die vom Antragsteller im Rahmen der Auslegung nicht oder verspätet geltend gemacht wurden, aber hätten geltend gemacht werden können.

Den berührten Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange wird Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben.


Mittwoch, 28. März 2018

Mautstraße gesperrt

Die Mautstraße von Brannenburg zum Tatzelwurm ist in der Zeit von Mittwoch, 23. Mai 2018 bis Freitag, 25. Mai 2018 wegen unaufschiebbaren Straßenbauarbeiten für den Durchgangsverkehr gesperrt.


Gemeinsam mit Vertretern der Region planen die DB Netz AG und die ÖBB-Infrastruktur AG in einem repräsentativen Beteiligungsverfahren den bestmöglichen Verlauf der nördlichen Zulaufstrecke zum Brenner Basistunnel. Dafür ist die vertiefte Kenntnis von Boden- und Gebirgsaufbau von entscheidender Bedeutung. Nur wenn alle Planungsgrundlagen bekannt sind, kann im Beteiligungsverfahren die gesamthaft beste Trasse gefunden werden.
Bereits heute existieren zahlreiche Informationen zum Gebirgsaufbau im Inntal. Diese wurden etwa durch Oberflächenkartierungen, Bergbautätigkeit oder im Zuge anderer Projekte und Bauvorhaben gewonnen. Auf Basis der bereits bestehenden Daten haben Geologen Bereiche identifiziert, an denen die Kenntnisse des Untergrunds noch unzureichend für die Planung einer Schienentrasse sind. In diesen Bereichen erfolgen Erkundungsbohrungen und geophysikalische Untersuchungen.
In Flintsbach a.Inn werden die Bohrungen auf folgenden öffentlichen Grundstücken niedergebracht:
* an der Kufsteiner Str. am südlichen Ortsausgang von Flintsbach
* im Bereich Bahnhof Fischbach
* östlich der Fußgängerunterführung am Auweg
* im Bereich Gletschergartenweg.


Die Bohrpunkte haben keinerlei Aussagekraft bezüglich des späteren Trassenverlaufs, sondern zeigen, wo in der Vergangenheit noch nicht genügend Grundlagendaten als Basis für unsere Planungen gewonnen wurden. Die Bahnen betrachten den gesamten Planungsraum und erkunden nur an den Stellen, an denen die Erkenntnisse im Vergleich zu den restlichen Bereichen noch lückenhaft sind.


Der Erhalt Burg Falkensteins ist Aufgabe eines neu gegründeten Fördervereins!

An der Zukunft der Burg Falkenstein in der Gemeinde Flintsbach wird auch ein Förderverein mitwirken. Über 100 interessierte Bürgerinnen und Bürger trafen sich zur Gründerversammlung in der Alten Post in Fischbach. Sie billigten einstimmig die Vereinssatzung und wählten Landrat Wolfgang Berthaler zum ersten Vorsitzenden.

Seine Mitstreiter im Vereinsvorstand sind Flintsbachs Bürgermeister Stefan Lederwascher als zweiter Vorstand, Marcus Edtbauer als Kassier, Karl Seidl als Schriftführer sowie Daniela Kauer, Eva Lagler und Johann Weiß als Beisitzer.

Nach zwei spannenden Vorträgen von Ausgrabungsleiter Dr. Bernhard Ernst und dem bauleitenden Architekten Johannes Fischer, sagte Berthaler "Sie sehen, wir haben noch viele Aufgaben". Der Landrat, der auch Vorsitzender der Eigentümerin der Burg, der Umwelt-, Kultur- und Sozialstiftung im Landkreis Rosenheim ist, blieb optimistisch: "Wir haben heute den Beginn eines neuen Zeitalters für die Burg!"

2009 hatte die Stiftung Falkenstein erworben. Den Zustand des Gemäuers beschrieb Berthaler als marode, „die Mauern zerbröckelten langsam und Teile waren einsturzgefährdet.“ Aus diesem Grund wurden zusammen mit dem Landesamt für Denkmalpflege Konzepte für die Sanierung sowie dessen Finanzierung erstellt. Während der Arbeiten stellte sich heraus, dass die Mittel aufgestockt werden müssen.

Der Landrat nannte drei Punkte, die man zunächst umsetzen könnte. Er schlug vor, Schautafeln am Wanderweg zum Petersberg aufzustellen, um die Geschichte der Burg darzustellen. Nachdem im Zuge der archäologischen Arbeiten der ursprüngliche Eingang zur Burg gefunden wurde, „wäre die Vision, die Brücke zu erneuern und den Zugang wieder herzustellen.“ Zudem schlug Berthaler noch vor, die Burg abends zu beleuchten. Trotz vieler Vorschläge ließ der neue Vereinsvorsitzende eine zukünftige Nutzung von Falkenstein offen: „Hier sollte die Bevölkerung bei der Konzeptfindung eingebunden werden.“

Flintsbachs Bürgermeister Stefan Lederwascher meinte rückblickend: „Gott sei Dank haben wir die Burg nicht gekauft. Die Gemeinde hätte das nicht stemmen können.“ Trotzdem ist Falkenstein Teil der Geschichte der Gemeinde. Das Ziel ist für Lederwascher deshalb klar: „Wir müssen schauen, dass dort wieder Leben einzieht.“ Die Gründung des Fördervereins ist für den Bürgermeister daher ein Schritt in die richtige Richtung: „Ich bin guter Hoffnung, dass wir das gemeinsam hinbringen.“ 

Laut Ausgrabungsleiter Dr. Bernhard Ernst war die größte Burgruine im Landkreis im Laufe der Jahrhunderte immer wieder um- und ausgebaut worden. Im Zuge der archäologischen Arbeiten waren Reste von bisher unbekannten Gebäuden gefunden worden. Die Funde belegen zudem, dass Glas gebrannt und Eisen verarbeitet wurde. 

Der bauleitende Architekt Johannes Fischer beschrieb anhand zahlreicher Fotos die Schwierigkeiten bei der Sanierung der Mauern. Schutt und Erdreich, das sich über die Jahrhunderte angesammelt hatte, drückte innen auf die Außenmauern und sorgte für Überhänge an den Mauern von bis zu 30 Zentimetern. Darüber hinaus wurde das Mauerwerk durch eindringende Pflanzen- und Baumwurzeln geschädigt. Fischer machte noch einmal deutlich, dass die Sanierung nicht bedeutet, die Mauern wieder aufzubauen, sondern sie im Bestand zu erhalten.

An der Burg Falkenstein interessierte Bürgerinnen und Bürger sind im Förderverein herzlich willkommen. Das Beitrittsformular ist im Rathaus der Gemeinde Flintsbach und im Landratsamt Rosenheim erhältlich. Zudem kann es online heruntergeladen werden:

Hier finden Sie weitere Informationen über den Förderverein!

Text: Michael Fischer, LRA Rosenheim